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 Liebe Akteure

Strahlendes Wetter, strahlende Gesichter bei Jung und Alt entlang der Reppisch mit tausenden von Begegnungen, das ist der Tag der Reppisch 2015 - mit der vorangehenden Herausgabe vom Neujahrsblatt des Stadtvereins Dietikon zur Reppisch.

Ganz herzlichen Dank allen Beteiligten für Ihren Einsatz zum Gelingen!

Als Libero ohne Notfalleinsatz hatte ich die Gelegenheit mehrmals mit dem Velo zwischen Markthalle und Wiesenthal zu pendeln und Momente mit meiner Kamera festzuhalten. - Gerne lade ich auch einzelne Fotos von Euch mit Namensnennung der/des BildautorIn hoch oder publiziere die Webadresse zu Fotosammlungen im Archiv auf unserer Homepage.  Ganz speziell gilt dies für „Schminkfotos der Reppischfäger“; ich war da anscheinend einfach zu früh oder zu spät unterwegs, um einem solchen Gesicht zu begegnen.

Der fröhliche Frühmorgengruss der Toilettenreinigerin in der Grunschen, die erste Begegnung mit der „Im Frühtau zu Berge“-Geologie-Wandergruppe von Peter Müdespacher, das Eintreffen der Zelte, der Kanus, der Pilze, die ersten Kaffeestrahlen über den Gipfelis, kündeten für mich den wunderbaren Tag an. Die Vorbereitungen waren von unzähligen guten Geistern im Hintergrund getroffen, die Papiere und Bewilligungen fast ohne Knitter vorhanden, von den „Tag der Reppisch“-Wegweisern nicht einer von Nachtbuben oder garstigem Wind wegbefördert worden.

Weil ich gerne unmittelba nach einem Anlass reflektiere - allenfalls könnte es ja irgendwann eine Wiederholung oder gar Steigerung geben - gleich meine ungewichteten, unvollständigen Gedanken. Wir vom Organisationskomitee sind natürlich auch froh um Ergänzungen! 

- Die Wanderung in der städtischen und ländlichen Umgebung mit Ereignisorten mit feinem Essen und Getränken dazwischen trug sicher viel zur positiven Grundstimmung bei. Nicht nur bei den Orten, auch unterwegs wurde Zugesehen, zu Zweit oder in Gruppen geplaudert und diskutiert. Ich denke, es gab nicht nur für mich ganz spontane Begegnungen, etwa die mit dem Ehepaar von Uitikon-Waldegg am Brüggliweg bei den Pfadis, das zwar das obere Reppischtal bestens kennt, aber erst durch den Flyer im Briefkasten auf die Idee kam für einmal talabwärts Richtung Dietikon zu wandern und ganz begeistert war vom Gesehenen. 

- Für mich hat der Ereignisweg zwischen Dietikon Bahnhof und Reppischhof tatsächlich das Potential für einen Klassiker eines Stadtfestes für Dietikon und Bergdietikon, das alle 5 oder 10 Jahre wiederholt werden könnte. Aber statt einer Badenfahrt oder eines Kellerfestes mit Orten, die willentlich aufgesucht werden müssen, das Konzept eines Begegnungsweges. Man kommt als BesucherIn auch automatisch an allem vorbei, respektive alle BesucherInnen kommen bei einem vorbei. 

- In den Grundzügen erachte ich auch das Infrastrukturkonzept als richtig. Gerade die mittelgrossen Zelte in Grunschen und Marmoriweiher dienten der Markierung der Festorte und halfen räumlich - sowohl funktional, wie stimmungsmässig. Bei Regen mit entsprechend weniger Publikum hätten sie am Morgen geschlossener ausgestattet werden können und hätten so auch als Unterstand dienen können. 

- Die Wegweiser waren recht aufwändig zum platzieren. - Variante zB Ballone oder Girlanden zum Markieren des Weges statt der recht sturen Richtungsanzeiger. Gerade bei Kreuzungen oder Unterführungen hilft eine weit sichtbare Markierung der Fortsetzung mehr, als eine komplexe Markierung des zu gehenden Weges.

- Mobilitätskonzept: Für den Sektor Bergdietikon/Dietikon waren die eigenen Füsse oder auch das Velo ideal. Die Ergänzung BDWM wurde vielfach genutzt. Fragen tauchten vor allem auf zu Verbindungen ins hintere Reppischtal; da wäre ein Shuttle zwischen Reppischhof und Birmendorf sicher nützlich. Oder auch eine Velo-/Elektrovelovermietung. Ältere Leute würden es sicher begrüssen, wenn sie begleitet, allenfalls auch in Rollstühlen den Parcours absolvieren könnten.

Vielleicht könnte auch ein „Festzügli“ als Shuttle die Route befahren. Zwei spezielle Begegnungen beim Einsammeln der Wegweiser möchte ich Euch nicht vorenthalten. Die erste Begann beim Abräumen in der Markthalle. Vis-à-vis war vor der Agatha eine Hochzeit zu beobachten, die Braut mit weit ausladendem Rock, so dass sich der Bräutigam gemäss meinem Kommentar ihr gar nicht recht nähern konnte. Das Paar kam mir dann auf der Finnenbahn entgegen, als ich mich mit dem Velo vom Brüggliweg her kommend durch das Sägemehl kämpfte, sie unterwegs mit ihrem Fotografen. Ein passieren war wegen dem weiten Rock natürlich nicht möglich. Aber so konnte ich meinem ehemaligen Praktikanten und seiner Frau auch zu ihrem schönen Tag gratulieren. Und ganz am Schluss an diesem Tag fast zuhinterst im Tal, meine Füsse in einem Sessel der Kunstgallerie Bachlechner hängen lassend, gesellten sich fast in Griffweite äsend zwei Rehe zwischen die Skulpturen im Park.

Herzlicher Gruss,

Lucas Neff, Präsident Stadtverein Dietikon

Bildergalerie Lucas Neff